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Aflao - Togo 31.01.2006 - 13710 Kilometer ab San Felice de Circeo / Italien |
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Chaos
Grenzübergang Aflao! Andreas rennt durch 5 Büros für den
erneuten Ausreisestempel im Carnet. Die Zöllner sind am Fußball
schauen und zu keiner Kommunikation bereit. Ein Zöllner er-barmt
sich nach einer Stunde herumlaufen und gibt ihm den Stempel. Gleiches
Spiel bei der Polizei. Für ein Schmiergeld wären sie ja bereit
den Ausreisestempel zu geben, aber wir wollen
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kein Schmiergeld zahlen
es verging eine zweite
Stunde. Die dritte Stunde verging bei den Einreiseformalitäten in
Togo, gleichsam ärgerlich. Zum Schluss das Veterinär-amt, welches
meint, Toubab wäre ein exotisches Tier aus Europa und wir müss-ten
Einfuhrsteuer zahlen. Nachdem sie erfuhren, Toubab komme aus dem Sene-gal,
zahlten wir nur noch die Bearbeitungsgebühr von 10 Euro. Inzwischen ist es dunkel und wir sind gezwungen die wichtigste Grundregel in Afrika zu brechen: Fahre niemals nachts! 31.1. - 1.2.06 - 13750 km - Gästehaus und Campingplatz "Chez Alice" in Lomé GPS: N 6° 10,088' - E 1° 20,420' Sehr familiär werden wir an Alices Stammtisch empfangen. Wir fühlen uns sofort bei Ihr und Ihren weiteren Gästen wohl. Togo ist die Heimat des Vodookults, überall an den Wänden hängen künstlerische Masken und Figuren. Dazu ein kleines Programm afrikanischer Tänzer und Trommler. |
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![]() ![]() ![]() ![]() Fischerhafen Lomé |
Hans,
mit welchem wir wegen der Zusammenfahrt durch das schwierige Fünfländereck
telefonierten, lernen wir an diesem Abend kennen. Ein sehr agiler, symphatischer
Mann mit 72. Hut ab. Zur gemeinsamen Fahrt gesellt sich Wolfgang, 65 Jahre,
ebenfalls sehr mobil, nur ein wenig schwer-hörig. Beide sind sich
offensichtlich nicht ganz grün, frotzeln sich sooft es nur geht.
Jeder für sich hat wohl eine Menge erlebt und jeder auf eine andere
Art und somit verschiedene Ansichten. Wir mögen sie beide, und freuen
uns auf eine ge-meinsame Weiterfahrt.
Am frühen Morgen in Lomé brechen Andras und Hans auf, dem Reserverad eine neue Felge zu verpassen. Das zweite Reserverad passt nicht, wie wir kürzlich feststellten. Gegen Nachmittag, ich sitze in der Sonne und arbeite unseren Bericht für das Internet auf, kommt er nach Stunden wieder und ist total brüskiert über die hiesige schlechte Arbeitsmoral und den mangelnden Wissensstatus. Jetzt wird das Auto zur Weiter-fahrt fertig gemacht. Ich frag mich, ob Andreas Urlaub macht oder einen Wettrennen durch Afrika. Morgen soll es bereits weitergehen. Der Fischerhafen in Lomé - kurz vor der Weiter-fahrt nach Benin. Ich muss als Frau Eintritt zah-len, wie alle Frauen welche Fisch kaufen oder verkaufen wollen! Für das Fotografieren ist eine Sondergenehmigung erforderlich. Mehrfach spricht mich der Sicherheitsdienst an, ich tu als verstände ich kein Wort und lächele den in Uniform schimpfenden Mann freundlich an. Die Fischer und ihre Familien welche im Hafen mit anwesend sind, sind überaus freundlich und drän-geln sich zum Teil vor die Kamera. |
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Jetzt sind wir auch schon auf dem Weg nach Benin. Togo
ist schnell durchquert, jedeglich ca. 70 km breit ist Togo an der Küstenregion.
Hübsch im Gegenlicht anzuschauen der Lake Togo, später eine
herrliche Lagune. Bald stehen wir an der Grenzstation. Reges, buntes Treiben
zwischen den zwei Staaten Togo und Benin. Die Ausreiseformalitäten
sind schnell erledigt.
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![]() Alice, "Chez Alice", Lomé |
Sonstiges:
Beachtenswert die Arbeit von Alice. Seit 30 Jahren ist sie schon vor
Ort und nun schon an die 65 Jahre. Ihren Status als zuver-lässige
Weiße, welche wenn sie kann hilft, und dennoch weiß was sie
will, hat sie sich lang er-kämpfen müssen. Sie wird Mutter oder
Oma von den schwarzen Angestellten oder jungen Freunden genannt und als
dieses auch akzeptiert. Auch wir fühlten uns gut umsorgt bei ihr.
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Benin 2.02.2006 - 13870 Kilometer ab San Felice de Circeo / Italien Ebenso schnell die Einreiseformalitäten in Benin.
Natürlich, jeder Beamte möchte ein Geschenk, wir haushalten
jedoch mit den Kulis und Feuerzeugen - uns liegt noch ein großes
Stück Afrika bevor.
2.2.06 - 13950 km - Nähe Cotonou - Hotel / Camping Au Jardin Helvetia GPS: N 6° 20,699' - E 2° 16,050' / www.jardin-helvetia.com Über Ouidah fahren wir Richtung Cotonou. Wir verpassten die Abfahrt in Ouidah zu dem uns empfohlenen Bungalowanlage und Campingplatz Au Jardin Helvetia. Um nicht durch die Stadt Cotonou fahren zu müssen biegen wir kurz vor der Stadt zum Richtung Meer. Beim ersten Versuch kommen wir nicht weit durch das an-grenzende Sumpfgebiet. Der zweite Versuch glückte und wir fahren durch kleinere Ortschaften Richtung Meer. Dort treffen wir auch auf die Küstenstraße, wunderschön links und rechts mit Palmen versehen. Heiner, Schweizer, und seine afrikanische Frau Moronike empfangen uns sehr freundlich. Die Bungalowanlage ist sehr schön, wir fühlen uns wohl. Viel Liebe zum Detail steckt in der ganzen Anlage. Moronike zaubert ein fantastisches Abendessen und Heiner diskutiert mit uns über die Aufnahme als Ausländer in Benin. Heiner hat hier in Benin ein neues Leben begonnen mit seiner 20 Jahre jüngeren Frau, inzwischen zwei Kinder, und er fühlt sich pudelwohl, was dem ganzen Ambiente anzumerken ist. 3.2.06 - 14160 km - Kétou - Hotel Confidenz - GPS: N 7° 21,250' - E 2° 36,409' |
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Entlang der Küstenstraße fahren wir über Ouidah, Bohicon
in Richtung Grenze Nigeria. Wieder ge-nießen wir die Piste am Meer
durch Fischerdörfer, gesäumt von Palmen. An die jeweils 30 Menschen
ziehen gemeinsam im rythmischen Gesang die Fischernetze ans Land. Fotografiert
werden woll-ten sie auf keinen Fall. Wolfgang erntete einen Kokosnussangriff
auf den Versuch des Fotografie-rens.
Unterwegs verlieren wir Hans, treffen ihn jedoch kurz vor Kétou wieder. Er war vor uns in Kétou und hat uns bereits Hotelzimmer reserviert. Das ein-zige Hotel vor Ort. Den afrikanischen Umständen entsprechend sogar annehmbar. Ketou selbst macht einen hübschen, einfachen Eindruck in der untergehenden Abendsonne. |
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4.2.06 - Grenzübergang Kétou - Nigeria
Am Grenzübergang in einem kleinen Dorf unweit von Kétou angekommen finden wir sehr schnell die Passabfertigung. Hans, Wolfgang und Andreas sind in dem kleinen Büro, ich schnappe mir die Kamera und lauf ein wenig durch die Gegend. Die Menschen sind sehr offen und freundlich, fordern mich zum fotografieren auf, ob ich nun will oder nicht. Eine Traube steht um mich herum und plötzlich zer-streuen sich alle. Ein Grenzposten fährt mich garstig an, ich würde Spionagefotos machen. Ich versuch ihm zu erklären, dass ich die Einwohner fotografierte und nichts aber auch gar nichts der Grenzanlage. Ich solle ihm folgen und er läuft in Richtung Büro. Von draußen höre ich wie er sich furchtbar aufregt, aber auch wie Andreas beruhigend auf ihn einredet. Ich beschließe am Auto zu warten, Andreas wird dies schon bestens regeln. |
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Grenzstadt zu Nigeria |
www.js-travel-photo.com |