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Namibia - Oshikango / Engela 19.03.2006 - 21450 Kilometer ab San Felice de Circeo / Italien |
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Wir
sind erleichtert. Wochenlange Fahrt mit Ziel Namibia und jetzt sind wir
in Namibia angekommen. Ordentliche Straße, gepflegte Bauwerke, Menschen
die uns freundlich und in mit englischer Sprache empfangen. Die Einreiseformalitäten
gehen schnell und problemlos. Kein mulmiges Gefühl bei der Einreise
wie in manch vorangegangenen Staaten.
19.03.06 - 21650 Kilometer
- Bushcamp Richtung Etosha Park Wir
fahren über Ondangwa in Richtung Etosha Park. Wir haben beschlossen
zeitiger ein Bushcamp zu suchen und fahren von der Hauptstraße auf
eine Piste und von der Piste in die Prärie. Die Landschaft verrät,
es hat hier in den ver-gangenen Tagen geregnet. Erst grüne Steppenlandschaft
mit vereinzelten Bü- schen und kleinen Bäumen, dann nur noch
grüne Steppenlandschaft. Ein Blick auf das GPS verrät plötzlich,
dass wir uns fast im Etosha-See befinden müssten. Erst jetzt merken
und sehen wir in der trügerischen Abendsonne den schwam-migen Untergrund.
Ein schnelles Wendemanöver und zurück auf sicheren Unter-grund
in die Buschlandschaft.
20.03.06 - 21820 Kilometer
- Camping Sachsenheim - Nähe Etosha Park Gegen
Mittag erreichen wir den Etosha Park. Keine Hunde, keine Motorräder.
War uns ja klar, Ricks Aufgabe jedoch Informationen für seine spätere
Motorrad-gruppe zu sammeln. Die Informationen sind schnell zusammen. Es
gibt Bus-führungen. Jetzt noch das passende Camp für die Gruppe
suchen. Wir fahren zum Camp Sachsenheim unweit des Parks und sind begeistert
von dem schönen und ruhigen Campingplatz. Die Rezeption und Gästezimmer
befinden sich auf einer anderen Anlage direkt an der Hauptstraße
nach Tsumeb. Rick, Andreas und ich nehmen die Karte und sprechen die nächsten
Anfahrtspunkte durch. Jetzt steht es fest. Ab morgen werden sich unsere
Wege trennen. Heute der letzte Abend in gemütlicher Dreierrunde.
Rick wird uns fehlen.
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21.03.06 - 22210 Kilometer - Bushcamp Nähe Outjo Zeitig
aufgewacht, alles schnell verpackt und Toubab eine Beruhigungspille verpasst.
Wir haben beschlossen mit Toubab die 150 Kilometer quer durch den Etosha-Park
zu fahren. Brav legt sie sich in ihr Körbchen wo sie den heutigen
Tag verbringen muss, lässt sich zudecken und ist wenige Minuten später
unbemerkt im Park. Zwar können wir mit ihr die Wasserlöcher
nicht anfahren, aber aufgrund des Regens der letzten Tag soll es sowieso
überall Wasser in den Senken geben. Direkt am Eingang werden wir
von Giraffen empfangen, später von großen Herden Gazellen und
Antilopen. Dann kilometerlang nur vereinzelt Tiere. Am Ausgang Okaukuejo
werden wir verabschiedet, wiederum von Giraffen. Wir haben den Etosha-Park
gesehen, leider zur falschen Jahreszeit. Kein einziges Tier an den sonstigen
Wasserstellen.
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Zäune,
Zäune, Zäune. Seit zwei Stunden fahren wir nur an eingezäunten
Farmen links und rechts der Straße entlang. Was tun als eingefleischte
Bushcamper? Wir öffnen ein Kuhtor und schlagen unser Camp im buschigen
Weideland auf.
22.3. - 24.3.06 - 22520
Kilometer - Windhoek - Camping Kalahari Inn GPS: S 22° 32,916 ' E 17° 16,673' Weiter
geht es Richtung Windhoek. Auf der Karte ist eine Krokodilfarm in Otjiwarongo
eingezeichnet, welche uns ein wenig neugierig macht. Der kleine Abstecher
macht sich belohnt durch eine sehr informative Privatführung und
interessante Anblicke. Hunderte von Krokodilen, welche sich teilweise
über-einander stapeln, werden hier für den Verzehr und für
die Lederverarbeitung gezüchtet. Integriert in der Farm, ein Restaurant
spezialisiert auf Krokodilfleisch. |
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GPS Krokodilfarm
Otjiwarongo: S 20° 27,900 E 16° 39,321 |
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Windhoek,
gelegen in schöner, grüner Berggegend, erreichen wir am Nachmittag.
Unsere uns empfohlene Unterkunft und auch Stellplatz für unser Fahrzeug,
das Kalahari Inn, kurze Zeit später. Hier, 20 Kilometer außerhalb
von Windhoek, wird unser Jeep den Sommer bis zur unser Rückkehr im
Oktober verweilen. Jedoch gibt es eine Menge abzuklären und vorzubereiten.
Der Empfang des deutschen Ehepaares ist sehr gastfreundschaftlich, in
jeder Hinsicht wird uns mit Rat und Hilfe beiseite gestanden.
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1. Foto: Richtung Windhoek 2. Foto Blick vom Kalahari Inn auf die Berggegend Windhoek |
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Dinge
wie Flug buchen, Werkstatt und Tierarzt aufsuchen stehen auf einer Liste
welche abzuarbeiten ist. Als erstes Flug buchen. Wir sitzen gerade bei
der Bu-chung, als ein Angestellter von LTU plötzlich in das Zimmer
stürzt und mit den Händen fuchtelt. In unser Auto wird gerade
eingebrochen!
25.3.06 - 23100 Kilometer
- Bushcamp Khomas Hochland Andreas springt sofort auf, läuft zum Auto und direkt den weglaufenden Dieben hinterher. Er sieht wie diese in ein Taxi hüpfen und davonfahren. Zurückgelassen haben sie ein Auto mit zerschlagener Seitenscheibe. Tausende Glassplitter und einen zitternden Hund findet Andreas vor. Eine wundervolle Begrüßung in Wind-hoek! Stück
für Stück arbeiteten wir in den letzten zwei Tagen die Liste
ab und ver-schoben einen Teil auf ein paar Tage später da wir Toubabs
Papiere erst ver-vollständigen können, wenn uns das in Deutschland
vergessenes Tollwutzer-tifikat nachgeschickt wurde. Jetzt erst mal Pause
von Windhoek mit dem all-nächtlichen Regen in dieser hohen Berggegend,
uns zieht es wieder in ruhige, menschenleere Gegend.
Gegen Mittag fahren wir eine Piste durch das Khomas Hochland in Richtung Swakopmund. Die Pisten in Namibia sind besser wie jede Hauptstraße in Angola. Das Fahren durch das bergige Hochland macht Spaß. Vom Aussichtspunkt des Bosua Passes haben wir einen schönen Blick auf die Berge und Täler des Hoch-landes. Ohne diesen kalten Wind auf der zugigen Bergspitze, wären wir sicher hier für die Nacht verweilt. Als Campmöglichkeit ist dieser Platz hervorragend. |
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1. Foto: Regenwolken bei Windhoek 2. Foto Regenwolken im Khomas Hochland |
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![]() Khomas Hochland |
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Nachdenklich
machen uns die vielen Regen-wolken. Wir hofften außerhalb von Windhoek
den nächtlichen Regenattacken entgehen zu können. Momentan versprechen
die Wolken dieses jedoch nicht. Wir fahren den Pass wieder ein Stück
herab und suchen unser Nachtquartier auf einer nicht eingezäunten
Farm. Das Licht der untergehenden Sonne bricht sich in den mächtigen
Wolken und zaubert fantastische Farben. |
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![]() Zäune kilometerlang ent-lang der Straßen u. Pisten. |
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26. und 27.03.06 Swakopmund Um
weiter nach Walvisbay und Swakopmund zu kommen müssen wir einen Teil
des Namib Naukluft Parkes durchqueren. Die Berge und Täler lockern
sich langsam auf, hier und da jetzt mäch-tige Felsen. Überraschend
stolzieren Giraffen über die Piste. Lustig zuzuschauen wie sie sich
mit ihren langen Beinen über die Zäune hinwegsetzen.
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Fotos links: auf dem Weg zum Namib Naukluft Park |
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Fotos links: im Namib Naukluft Park |
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Meter
für Meter fahren wir von der Hochebene, auf welcher wir uns schon
lange vor Windhoek befanden, herab. Die Landschaft ändert sich abermals,
jetzt befinden wir uns in fast wüstenähnlicher Gegend. Zebras
und Strauße in der Ferne. Die Temperaturen ändern sich innerhalb
weniger Kilometern von 23 auf 37 Grad. Selten dieser grüne Anblick
dieser Wüstengegend welchem wir dem Regen der letzten Tage zu verdanken
haben.
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Fotos links: Sanddünen im Namib Naukluft Park Nähe Swakopmund |
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![]() Piste hinter den Meeres-sanddünen zwischen Swa-kopmund und Walvisbay |
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Kurz
vor Swakopmund sehen wir am Horizont Sanddünen. Ein kleiner Teil
der legendären nami-bischen Sandwüste. Wir steuern darauf zu
und genießen aus der Nähe die Urgewalten der Natur.
Entlang der Sanddünen fahren wir vorerst nach Walvisbay, die Küstenstraße weiter nach Swakop-mund. Letztere Stadt gefällt uns durch den teil-weise deutschen alten Baustil. Eine hübsche, bunte Stadt mit dem Hauch eines Puppenhaus-städtchens. |
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![]() Sand, Salz und Wasser formten diese natürliche Straße hinter Swakopmund |
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50
Kilometer hinter Swakopmund in Richtung Cape Cross. Ich sehe im Rückspiegel,
dass etwas vom Auto abgefallen ist. Andreas drückt das Bremspedal
aber das Auto bremst nicht ab. Schließlich kommen wir am Seitenrand
zum stehen. Wir steigen aus und es richt nach ver-brannten Öl. Hitze
und Qualm steigt aus der vorderen rechten Radmutter. Das Rad hängt
leicht schief. Andreas ist sichtbar verwirrt. Um jetzt bloß nichts
Falsches zu sagen, laufe ich los um die fehlende Radkappe in der Wüste
zu suchen.
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In
der Zwischenzeit versucht Andreas die Radmutter und Bremsanlage mit Wasser
zu kühlen. Das Wasser zischt und verdampft in großen weißen
Wolken. Sofort hält darauf ein Auto und der Insasse bietet seine
Hilfe an. Ein namibischer Weißer von der nächsten Ortschaft.
Das Mobiltelefon funktioniert nicht, und so fährt der Namibianer
Andreas zu sich nach Hause um nach einem Abschlepp-dienst zu rufen. Ich
solle mit Toubab warten.
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Toubab
allerdings ist nun schon seit Minuten nicht mehr zu sehen und so laufe
ich los sie zu suchen. Sie tummelt sich am Meer und läuft von einem
toten Seehundskelett zum anderen. Kein Wunder, dass sie nicht reagierte.
Tote Seehunde sind eben interessanter als auf das Auto aufzu-passen. Für
mich ist dieser Anblick wohl eher traurig.
Irgendwann kommt Andreas wieder und wenige Minuten später auch ein Abschleppdienst. Das Auto passt gerade so auf den Hänger, links und rechts nur 2 cm Platz. Es geht zurück nach Swakopmund. Smithi, ebenfalls namibianischer Weißer, bietet uns kostenfrei sein Gästezimmer. Wir bewundern sein Vertrauen und seine Güte wildfremden Menschen gegenüber. |
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In
der Werkstatt die böse Überraschung. Die rechte Radachse ist
zerschmolzen. Sie bröselte aus dem Kugelgelenk. Die Hitze hat weiter
sämtliche Teile der Bremsanlage angegriffen. Und, die Radachse gibt
es im ganzen Umkreis nicht als Ersatzteil. Man müsste sie in Südafrika
bestellen und dies könnte Tage dauern. Alternative: eine komplette
gebrauchte Vorderradachse einschließlich Differen-zial und rechter
Bremsanlage. Kostenpunkt mit Einbau 1600 Euro, Wartezeit eineinhalb Tage.
Wir nehmen diese Alternative an und haben jetzt reichlich Zeit für
das hübsche Städtchen. 28.3.06 - 23490 Kilometer - Bushcamp Nähe Heniesbay Permanent hatte Andreas die Werkstatt mit seiner Anwesenheit genervt. Dies hatte zur Folge, dass das Auto zwar statt mittags, dafür nachmittags, sprich nach eineinhalb Tagen fertig war. Jetzt kann der Trip weitergehen, leider haben wir jedoch nicht mehr viel Zeit bis zum Sonnenuntergang. Wir fahren wieder Richtung Cape Cross. Unser Bushcamp inmitten eines großen Vadi Nähe Heniesbay. | ||||
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