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Bou
Lanour - Mauretanien 19.12.2005 - 6420 Kilometer ab San Felice de Circeo / Italien |
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![]() Lagune vor Nouadhibou |
19.12.05 - 6690 Kilometer Bushcamp alte Wüstenpiste bei Nouadhibou Gerade
die Grenze zu Mauretanien passiert, geht die Straße in eine steinige
und sandige Piste über. Die Grenzabfertigung in Marokko ging schnell
und reibungslos. Wir folgen der größten Piste in der Hoffnung
den mauretanischen Zoll zu finden. |
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Am Wegrand liegen durch Minen zerstörte Fahrzeuge, welche aus der
Wüste zur Warnung "Nicht die Piste verlassen" angeschleppt
wurden. Mit Mühe quält sich der Toyota durch den Sand bis wir
wieder eine asphaltierte Straße erreichen und somit auch den mauretanischen
Zoll. Die Grenzer lassen uns nach kleinen Ge-schenken unkontrolliert und
ohne Schikanen weiterfahren. ![]() | ||
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Der längste
und schwerste Zug der Welt . Die Gesamt-länge beträgt ca. 2 km.
Foto: vor Nouadhibou |
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Von der Grenze fahren wir nach Nouadhibou um marokkanische Diraam in Ouguiya
zu tauschen sowie eine KFZ-Versicherung abzuschließen. Nouadhibou
zeigt sich als sehr quirlige Stadt, welche nichts mehr mit dem halb europäisierten
Marokko gleich hat. Die Häuser bestehen aus zum Teil notdürftig
geflickten Bretterbuden und ärmliche Verhältnisse zeigen an
allen Ecken ihr Gesicht. Dennoch fühle ich mich wohl in dieser Stadt
mit all ihrem Trubel und Urtümlich-keit. Die Menschen wirken freundlich
und Fremden gegen über offen. Banken und Wechselstuben sind hier
rar, wir finden nach langem Suchen eine kleine Wech-selstube und ein Schlepper
bringt uns zu einem Versicherungsbüro.
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![]() ![]() Wüste bei Nouadhibou |
Wir
fahren weiter in Richtung Nouakchott. Kurz hinter Nouadhibou verlassen
wir die neu gebaute Straße zwischen beiden Städten und suchen
mit dem GPS die alte Wüstenpiste. Entgegen unserer
Vermutung anderen Wüstenfahrern zu begegnen, sehen wir nur hunderte
von Kamelen. Nach ca. 50 km wird uns bewusst, dass wir die einzigen in
diesem Terrain sind, die Spuren im Sand sind wahrscheinlich Wochen wenn
nicht gar Monate alt.
Wir folgen weiter den alten kaum sichtbaren Pisten
bis zu einem Platz mit vielen Bäumen und somit auch einer Menge Feuerholz.
Bevor das Lagerfeuer brennt und wir mit dem Hähnchengrillen beginnen
ist jedoch erstmal Freischaufeln des Jeeps aus dem Wüstensand angesagt.
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![]() Kamelherde im Sandsturm ![]() Nomadenzelt ![]() Verlassener Haupttreff |
20.
- 23.12.05 7290 Kilometer
Campingplatz Menata - Nouakchott Durch das Lagerfeuer angezogen, bekamen wir während des Grillens am gestrigen Abend zahl-reichen Besuch von Heuschrecken. Die Tierchen prasselten in Scharen auf uns ein. Schlimmer prasselt jetzt jedoch der Sand um uns herum. Bereits in der Nacht zog ein Sandsturm herauf. Die alte Piste durch die Wüste weiter zu fahren scheint Andreas zu riskant, da im Notfall keinerlei Hilfe in der Nähe wäre. Auf der gestrigen 120-km- Strecke ist uns nur ein Fahrzeug zu den Kamelherden und Nomadenzelten begegnet. Um
nicht die komplette Strecke zurückfahren zu müssen, halten wir
bei den gestern gesichteten Zelten um nach einer Abkürzung zur neuen
Straße zu fragen. Die Antwort lautet 25 km und ein Rich-tungswink
quer durch die Wüste. Wir starten einen Versuch und brechen diesen
nach wenigen Kilo-metern ab. Vor uns eine Düne nach der anderen und
der Unterboden tief sandig. Kein Durchkommen ersichtlich. Also doch die
komplette Strecke zurück.
Wenn
auch weniger spannend, dafür aber sehr zügig fahren wir später
weiter auf der Straße nach Nouakchott. Durch den Wind und Sand wird
die Wüste in eigenartig gelbliches Licht gehüllt.
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Auf
Empfehlung fuhren wir zu dem kleinen Campingplatz Menata mitten in Nouakchott.
Es gab wenige Stellplätze, dafür der Platz aber mit viel Liebe
her-gerichtet. Separat konnte man in Zelten oder Zimmern schlafen, im
Grunde wie eine Pension mit etwas größerem Parkplatz.
GPS N 18° 05.605' W 15° 58.627 Nachdem wir in der Wüste erneut die Staubkappe des rechten Radlagers verloren hatten, ging Andreas dem Grund hierfür auf die Spur. Er stellte fest, dass das Spiel der rechten Steckachse größer war als das der linken. Warum? Werkstatt war angesagt. Erster Mechaniker: Er zerlegte den kompletten rechten Vorder-achskörper mittels im Sand. Begründung des Mechanikers: Zuviel Fett in der Achse. Wir beide glücklich abgefahren, keine 5 km wieder Kappe weg. Sofort machten wir einen Termin für den nächsten Tag 8 Uhr bei einem seriös aus-schauenden Mechaniker. Dieser zerlegte sehr gewissenhaft sowohl den rechten als auch den linken Achsschenkel und verglich die Einbauteile beider Seiten auf Maße. Er stellte fest, dass wohl bei einer Reparatur in Deutschland aus Versehen eine Stecksachse des neueren Modells von Toyota eingebaut wurde. 1,5 cm länger als normal. In Deutschland benutzte niemand die Differenzialsperren und so fiel dieser Fehler nicht auf. Da wir aber uns mit wachsender Begeisterung im Sand festfuhren und somit die Differenzialsperren betätigt wurden, trat dieser Fehler zum Vorschein. Nach austauschen div. Teile und Reinigung hat dieser überaus fähige Mechaniker zu hundert Prozent den Fehler behoben. |
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Zum
Preis von 120 Euro für Material und drei Hilfskräfte, verabschiedeten
wir uns nach einem 10-stündigen Arbeits-tag. Obwohl die Werkstatt
der ab-solute Graus war, dieser Mechaniker Mohamed Ould Beye ist unbedingt
weiterzuempfehlen. GPS
N 18° 06.773' W 15° 48.082' Tel. 6393247 |
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Nouakchott
selbst war sehr anstrengend aufgrund des vielen Verkehrs, der ständigen
Bettelei von Jung und Alt und Verkäufern welche sich kaum abschüt-teln
ließen. Nach unserer Empfindung war einzig der Fischerhafen erholsam.
Interessant das farbenfrohe und quirlige Leben der Fischerfamilien am
Strand. |
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![]() Fischerhafen |
![]() Detail Fischerboot |
Wir
sind nun mehr oder weniger glück-lich mit einem repa-rierten Auto
und dem benötigten Mali-Visum Nouak-chott verlassen zu können.
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| (Botschaft
Mali GPS N 18° 06.472' W 15° 58.724'). Weiter geht es Richtung Senegal. |
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24.12.05
7510 Kilometer - Bushcamp
Sumpfgebiet Mauretanien Richtung Diama Da der Grenzübergang sehr bekannt ist für seine Korruption und Bestechung fahren wir zum Grenzübergang Diama. Die Piste nach Diama ist ohne GPS kaum findbar. Wir folgen also dem GPS und unternehmen einen kleinen Abstecher zum Meer, wo wir dieses ausschalten. |
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Bei
der Weiterfahrt bemerken wir nicht, dass wir einen falschen Weg folgen.
Wir fahren durch die Dünen getrennt wenige Meter vom Meer entfernt,
beschließen erneut einen Blick auf das Meer zu nehmen, verlassen
die Piste und sitzen mal wieder fest. Diesmal nicht im Sand. Unter der
trockenen Sandkruste Schlamm und Morast.
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Die
Räder drehen durch, das Profil ist verschlammt. Freigraben, Holz
unter die Spur legen, nichts hilft, der Toyota rutscht mit den Hinterrädern
immer tiefer in den Morast. Jetzt kommt der große Wagen-heber zum
Einsatz. Andreas bindet ein Seil am Rad fest um hebt damit den Wagen an. |
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Ziel,
ein Sandblech unter ein Hinterrad zu bekommen. Nochmals die Luft abgelassen,
hoffend die Vorderräder haben noch den nötigen festen Untergrund,
startet Andreas
die Aktion glückt, wir sind draußen.
Inzwischen ist es auch schon wieder soweit sich einen Nachtplatz zu suchen. Wir folgen noch ein paar Kilometer diesem Weg und finden bei ein paar Palmen ein Platz welcher uns gefällt. Andreas beginnt unser Weihnachtsmenü zu kochen und ich bemerke so nebenbei nach dem Einschalten des GPS, dass wir uns mitten in einem Sumpfgebiet befinden. Zur Feier des Tages heute eine Flasche Rotwein, kein Tetrapack. |
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25.12.05
Fahrt zum Grenzübergang Senegal Heute können wir dieses Gebiet welches wir aus Unkenntnis befahren haben erst richtig wahr-nehmen. Durch die leichte Bewölkung und Fahrt in Sonnenrichtung am gestrigen Tage war dieses Sumpfgebiet in welchen wir uns befinden, gar nicht als ein solches erkennbar. Die Spuren von fest-gefahren Fahrzeugen durch diesen Morast sind jetzt jedoch durch den Stand der Sonne eindeutig und beängstigend sichtbar. Wir sind froh, gestern so harmlos davon gekommen zu sein und starten durch zum Rückweg zur bekannten Piste. Bald
erreichen wir wieder die richtige Piste nach Diama. Diese schlängelt
sich am Sumpfgebiet, angrenzend an ein paar Sanddünen, vorbei. Beein-druckend
die verschiedenen Rot- Weiß- und Gelb-töne des Sandes um uns
herum.
Wir
merken jetzt, dass wir dem Senegal immer näher kommen. Wir kommen
durch ein grünes Dorf mit kleinem See und Schilfgebiet. Fahren weiter
entlang einem Stausee zur Grenze.
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www.js-travel-photo.com |
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