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Ceuta 3.12.2005 - 2761 Kilometer ab San Felice de Circeo / Italien |
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![]() Blick auf Gibraltar von der Fähre nach Ceuta |
3.12.05 - 2920 Kilometer Bushcamp Nähe Quezzane Von ca. 200 Metern Entfernung dringt das ständige Bellen eines Hundes zu uns. Ihn stört unsere Anwesenheit in dieser ruhigen Gegend. Es ist dunkel. Durch das Leuchten der Sterne lässt sich erkennen, dass der Regen und die tiefen Wolken hier in den Bergen weiter gezogen sein muss. |
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Wir
befinden uns in der Nähe von Quezzane, ca. 150 km von Ceuta, der
spanischen Enklave, welche wir mit der Fähre von Algeciras erreichten.
Seit der reibungslosen Einreise nach Marokko begleitete uns der Regen,
welcher uns immer weiter trieb, um diesen zu entgehen. Dank Kalles Aufzeichnung
im GPS-Programm der Fahrt durch Marokko 2003 fanden wir auch im Dunkeln
unseren Schlafplatz in der Nähe eines alten Stausees. Die Erde um
unseren Standplatz ist schlammig und wurde wie es den Anschein hat, erst
kurz vor unserer Ankunft gepflügt. Aufgrund der Dunkelheit und der
Müdigkeit ist der Platz uns dennoch willkommen. Wenige Minuten nach
unserer Ankunft plötzlich Taschenlampenlicht und dies fast in der
Wildnis. Es waren mit Holzknüppel bewaffnete Bauern, welche sich
nicht erklären konnten warum ein Auto auf ihrem Feld rangierte. Sie
erkann-ten jedoch sofort Andreas, da er bereits zweimal an dieser Stelle
mit seinem Track übernachtete und wir lachten herzhaft über
diese Bewaffnung. Also, ein Platz an dem man sich sicher fühlen kann.
Alles scheint in Ordnung bis Andreas vom Dach des Toyotas ruft "Das
Zelt lässt sich nicht öffnen, der Zugmechanis-mus ist gerissen".
Na fängt ja gut an! Durch die Dunkelheit ist keine Reparatur möglich,
wir beschließen im halb geöffnetem Zelt zu schlafen und uns
am nächsten Tag darum zu kümmern. Wir stoßen auf unsere
erste Nacht in Afrika an. |
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![]() Ruinenstadt bei Moulay Idriss |
4.12.05 - 3079 Kilometer Campingplatz Meknés Der
Morgen graut. Die Wolken sind verschwun-den, bald wird die Sonne aufgehen.
Mehrere Angler fahren an uns vorbei um im Stausee zu fischen. Wir sichern
unser Zelt, welches sich nicht öffnen, aber auch nicht mehr komplett
schließen lässt. Auf zum nächsten Camping-platz, um erkennen
zu können, welcher Reparaturaufwand notwendig ist! |
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Direkt
nach wenigen Minuten stehen wir vor einem Campingplatz. Wir schauen uns
an, lächeln, zumindest hätten wir uns so die Schlammschlacht
der letzten Nacht ersparen können. Wir trinken einen hervorragenden
Kaffee und fahren weiter Richtung Meknés. Sonnenschein. Wir genießen
die grüne Vegetation um uns herum, mit dem Wissen, das sich dieses
Anbauland bald in Wüste verwan-deln wird. Wir sind in Meknes auf
dem Campingplatz angekommen und es dauert nur wenige Minuten bis Andreas
das Zelt repariert und unsere Türkenwirtschaft auf dem Dach neu sortiert.
Wegen unserer blauen Tütenwirtschaft auf dem Dach warten wir sehnsüchtig
auf eine Kiste, welche wir hoffentlich bald in irgendeiner Stadt hier
in Markokko finden, um diese montieren zu können. Ich beseitige die
schlimmsten Schlammhinterlassenschaften und versuche Ordnung im Auto herzustellen.
Ich gebe auf, die Ordnung wird sich schon von allein einstellen - oder
auch nicht. |
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![]() Meknés |
Wir nehmen ein Taxi und
fahren in die Innenstadt. Ich bin begeistert. Ich hab mir Marokko mit
seinen Einwohnern nur halb so schön vorgestellt. Wir wundern uns
warum die Geschäfte so zeitig schließen, bis uns ein Lokel
darüber aufklärt, dass wir ja noch in der deutschen Zeit leben.
Die Uhren gehen hier eine Stunde vor. Also dann ins Bett, um uns den Gegebenheiten
anzupassen. |
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![]() Hochebene bei Azrou |
05.12.05 - 3442 Kilometer Bushcamp Nähe Ar Rachidia Von
Meknés führt uns unsere Fahrt über El Hajeb Richtung
Azrou. Wir fahren bei Azrou von der Straße ab und besichtigen den
uralten Zedernwald mit seinen freilebenden Affen-bewohnern. |
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![]() Zedernwald |
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![]() Nähe Azrou |
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![]() Blick auf Hohen Atlas |
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An der ältesten
und größten Zeder stehen Verkaufsstände für die Touristen.
Ich muss lächeln, diese alte große Zeder ist schon längst
abgestorben. Dennoch wirkt dieser Wald gigantisch. Wir finden einen Platz,
ohne Touristenabzocker und ohne angriffslustige Affen, welche unserem
Hund Toubab überlegen wären, und stoßen mit geschmuggelten
Rotwein auf die Gegend und das gute Wetter an. Weiter geht es in Richtung Midelt, Wir passieren ein
Stück des Ausläufers des Hohen Atlas und fahren bis Al Rachidia,
um dort Proviant für unser Abendessen zu kaufen. Jetzt noch ein paar
Kilometer zurück und wir stehen direkt am Wasser eines Stausees.
Wiedermals hatten wir uns in der Zeit vertan und fanden die Stelle nur
mit dem GPS in der Dunkelheit. |
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![]() Nähe Midelt |
Die
Sterne leuchten, wir diskutieren die Stern-zeichen, die Eindrücke
des Tages mit den unterschiedlichen Gesteinsformationen, während
Andreas ein hervorragendes Abendessen zaubert.
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![]() ![]() Stausee Al Rachidia |
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6.12.05 - 3752 Kilometer
Bushcamp Nähe Nekob Ganz verschlafen öffne ich die Zeltluke und denke Wouw. Karge, steinige Landschaft, direkt am Wasser von Gebirgsausläufern in der Ferne umgeben. Eine Einöde mit dennoch soviel Schön-heit und Leben. Toubab jagt kleine schwarze Vögel mit weißen Kopf und weißem Schwanz. Wir genießen die Sonne und die Ruhe, und besprechen beim Frühstück die Weiterfahrt. Wir fahren über Erfoud in Richtung Rissani ) um dort den Soug zu besuchen für Lebensmittel-einkäufe sowie auf die Suche nach der besagten Kiste zu gehen. |
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Oasenlandschaft 1. Foto Nähe Aoufouss 2.Foto Nähe Erfaoud |
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![]() Soug Rissani ![]() Nähe Rissani Straße 3454 ![]() Nähe Tazzarine |
Wir finden keine Kiste,
jedoch fantastisches Olivenöl, Lammfleisch und Gemüse ist unsere
Beute. Die das Auto belagernde angeblichen Parkwächter ziehen den
Eindruck von Rissani leicht ins Negative. Die jüngere Generation
in Marokko ist oft lästig, weil sie bei jedem Touristen das große
Geld wittert und dies ohne dafür Gegenleistung bringen zu müßen.
Weiter geht die Fahrt durch die beinahe Mond-landschaft der bergigen und felsigen Gegend Richtung Tazzarine. Hinter Nekob, kurz vor Sonnenuntergang, biegen wir von der Straße ab in die Prärie um den Standplatz für die Nacht zu suchen. Es ist sehr still, von weiten hören wir Hunde bellen, der Halbmond lässt sein Licht durch die Quellwölkchen scheinen. Unser Lamm-fleisch schmeckt lecker. Leider ist es zäh, aber dafür hat Toubab eine perfekte Zahnpflege. Das nächste Fleisch, werden wir drei Tage vorher kaufen und in Öl einlegen. Ich bin fasziniert von dieser Reise, obwohl bisher nur wenige Tage vergangen sind. Die Landschaft ist zum Teil überwältigend. Die Menschen und die Architektur ihrer Lehmhäuser in den Bergen und Oasen strahlen ein Stück des alten Orientes aus. |
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