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Kenieba
- Mali 9.1.2006 -9810 Kilometer ab San Felice de Circeo / Italien |
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Von
Senegal, dem Ort Saraya biegen wir nordöstlich in Richtung Mali,
zur Überquerung der Grenze in Moussala. Ein Ort, welcher nicht im
Kartenmaterial verzeichnet ist. Demzufolge spannend die Grenzüberquerung.
Die Grenze zwischen Senegal und Mali ist der Gambia-River. Den gilt es
jetzt zu durchqueren, eine Brücke gibt es nicht. Die Polizeistation
in Moussala tröstet und, der Fluss ist niedrig, nur ein Meter Höhe
derzeit.
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1. Foto Grenze Maussala im Senegal 2. Foto Abfahrt zur Durch-querung des Gambia-Rivers |
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9.1.06 - 9890 Kilometer Bushcamp Bergpass Nähe Kenieba Den
Fluß durchgequert fahren wir zum nächst größeren
Ort für die Einreiseforma-litäten. Wir fahren nach Kenieba,
wo wir den Zoll für die Eintragung des Autos in das Carnet de Passage
und weiter die Gandarmarie für den Einreisestempel suchen. Wiederum
sehr spannend die Auffahrt zu unserem Standplatz auf einem kleinen Bergpass.
Die asphaltierte Bergstraße hatte sich ins Nichts aufgelöst
und großen spitzen Schottersteinen Platz gemacht. |
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10.1.06 - 9990 Kilometer Stausee Camp - Manantali Der
weitere Weg von Kenieba nach Manantali gestaltet sich mehr oder weniger
abenteuerlich. Die Pistenverhältnisse durch die Berggegend sind schwankend,
von gut bis grottenschlecht. Die Landschaft ist überwältigend
schön, die Menschen in den Bergdörfern sind alle am lachen und
winken. |
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Wir
fahren bis zum Staudamm Manantali und quartieren uns im Arbeitercamp ein.
Von der ehemals deutschen und südafrikanischen Besetzung bei der
Erbauung ist leider keiner mehr da. Der Staudamm wurde in malische Hand
gegeben und von den früheren Partys am Platz keine Spur mehr. Ob
wir überhaupt hier campen dürfen? Wir wissen es nicht, wir tun
es einfach.
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11.1.06 - 10130 Kilometer Bushcamp 20 km vor Kita Nach
Erbitten einer Besuchserlaubnis besichtigen wir das Wasserkraftwerk am
Staudamm für die Stromerzeugung der Länder Mali, Senegal und
Mauretanien. Der Staudamm wurde 1983 von Deutschen zur Wasserversorgung
von Mali und Senegal errichtet. Er speist den Senegalriver. 2001 errichteten
südafrikanische Betreiber in Folge das Wasserkraftwerk.
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Wasserkraftwerk
Manantali
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Stausee- damm Manantali |
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Verzweifelt
versuchen wir nun unsere Nahrungsmittelvorräte in Manantali aufzufrischen.
Auf dem Markt in Manatali finden wir einen einzigen Stand mit frischen
Tomaten und Gurken, das sonstige Angebot in Manantali beläuft sich
auf Zwiebeln und Kartoffeln. Brot? Keins zu bekommen. Fleisch? Gibt es
ebenso wenig. Wir kaufen zwei gefrorene Hühner in einem Restaurant.
Auf Brot hoffen wir in einem der folgenden Bergdörfer.
12.1.06 - 10300 Kilometer - BushcampWir fahren weiter Richtung Kita. An mehreren Dörfern fragen wir nach Brot." Kein Brot, es ist für heute alle" war die eine Antwort, ein Achselzucken die andere, weil im Landesinneren nur die Landessprache gesprochen wurde. Wir kamen schließlich auf die Idee ein vertrocknetes Brot als Vorzeigeobjekt zu benutzen um damit unsere Frage zu verbildlichen. Mit dieser Art des Fragens haben wir Glück. In einem Dorf, umringt von über hundert Kindern, kaufen wir vier Brote, weil der Bäcker kein Wechselgeld hat. Irgendwo im Niemandsland Nähe Guineagrenze Von
Kita fahren wir in Richtung Bamako. Kita erscheint uns als lebendiges,
schönes Städtchen, zumindest nach afrikanischem Standard. Direkt
nach Kita beginnt die Wellblechpiste. Wir erinnern uns an eine Tour laut
Reiseführer, diese Well-blechpiste nach Bamako zu umgehen. Laut Karte
ca. 70 km weiter, aber wir wollen die 70 km in Kauf nehmen und kehren
nach Kita zurück.
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Wir
biegen ab nach Sirakoro, folgen weiter dem Straßenverlauf nach Makono.
Die Straße ist bis Makono gut ausgebaut, jedoch stimmen weder GPS-Daten
noch das Kartenmaterial. Ein Dorf weiter achten wir nicht auf die GPS-Daten,
da uns eine französische Rallye von über 30 Fahrzeugen von Bamako
entgegenkommt und wir deren Richtung folgen. Inzwischen stimmt nichts
mehr mit den ohnehin wenigen GPS-Daten überein, die Grenze von Guinea
rückt immer näher. Dann verlaufen sich die Spuren der Rallye
plötzlich im Nichts, wir stehen vor einem Abhang, die weiter-führende
Eselspiste scheint uns unpassierbar. Wir kehren um, fragen die nächsten
Dorfbewohner. Die Rallye ist nach deren Aussage durch ein Fluss-bett gefahren,
zeigen uns auch den vermeintlichen Weg. Wir durchfahren dieses Flussbett,
stellen jedoch fest, dass die Strecke wohl eher selten, bis nie, ein Auto
gefahren ist. Wir beschließen einen Standplatz zu suchen und morgen
bis zu diesem Dorf nach Makono zurückzufahren.
13.1.06 - 10460 Kilometer
- BamakoCamp Realis d`joliba Der
nächste Morgen, die Sonne scheint und wir werfen den gestrigen Vorsatz
mit der Rückfahrt zur vermeintlich verlorenen Straße über
Bord. Sollten die restlichen GPS-Daten stimmen, sind bis zur nächsten
Straße nur 15 km. Wir kehren zurück zu der Stelle wo es am
gestrigen Tage den Abhang hinunter ging. Dieser Weg wurde befahren, sei
es auch nur mit Eselskarren. Bei Morgenlicht sieht der Weg schon nicht
mehr so schwierig aus und wir wagen die Abfahrt. Den Berg hinunter ge-kommen,
stellen wir fest es ist wirklich ein Esel-weg, kein Auto hat sich jemals
hier bewegt. Nur noch 7 km laut GPS zur Straße, welche es viel-leicht
gar nicht gibt. Die Spannung steigt, wir wissen nicht ob dieser Eselweg,
welcher ohnehin in dieser Berggegend kaum zu befahren ist, plötz-lich
unpassierbar wird. Im Schritttempo fahren wir über das Geröll,
zum Teil durch meterhohes Gras, den einen Bergausläufer hinunter,
den nächsten wieder herauf. Nach einer Stunde Anspannung und Konzentration
plötzlich eine Piste. Die Straße. |
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Sonstiges:
Den im Reiseführer genannten Wasserfall mit kleiner Badebucht haben
wir gefunden. Leider in der Trockenzeit. Dennoch ist dieser Landschafts-abschnitt
wunderschön. GPS: N 12° 24,884' W 8° 41,926'.
14.1.06 - Bamako - Camp Realis d`joliba - GPS: N 12° 36,582' W 8° 00,549'Weiter ging es nun Richtung Bamako. 70 km vor Bamako super asphaltierte Straße - jedoch nur für wenige Kilometer, dann die übliche Wellblechpiste. |
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![]() Blick auf den Niger |
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Wie
jede afrikanische Großstadt, ist auch Bamako voller Verkehr, Tumult,
Dreck und nervenden Verkäufern. Nachdem wir gestern Morgen noch nicht
mal wussten, überhaupt wieder einen Weg so schnell in die Zivilisation
zu finden, war Bamako nur nervend. Erfreulich dafür das Camp Realis
d`joliba, direkt am Niger. Eine saubere, schöne Anlage mit Pool,
jedoch nur einer Dusche/WC, in welcher mindestens 200 Mücken wohnten.
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Die
Station Bamako ist notwendig um uns mit Silentblock´s für den
Stabilisator der Vorderachse einzudecken, welche aufgrund der afrikanischen
Straßenver-hältnisse und unseren Bergtouren wiederholt wegbröselten.
Andreas ist nun im Toyotahaus, alle Ersatzteile am Lager, jedoch aufgrund
Stromausfalls geht kein Computer und somit sind die Mitarbeiter nicht
in der Lage den Preis zu ermitteln. Nach zwei Stunden die freudige Botschaft,
der Strom ist wieder da.
GPS Toyota: N 12° 38,068' W 8° 01,138'. Ein
weiteres Drama quer durch das Zentrum einen funktionierenden Geldauto-maten
zu finden. Letztlich spricht Andreas einen Polizisten an, und dieser fährt
ihn dann mit seinem Moped durch die Innenstadt. Ein lustiges Gespann,
welches enormes Aufsehen erregt. Wir decken uns weiter mit Lebensmitteln
ein. Endlich mal ein breit gefächertes Gemüseangebot. Es gibt
seit Salat zu kaufen! Sogar frisches Fleisch, oder sagen wir besser, noch
lebendes Fleisch. Wir suchen zwei Hühner aus und warten auf das frisch
gerupfte Federvieh.
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