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Hamale
- Ghana 23.01.2006 - 12010 Kilometer ab San Felice de Circeo / Italien |
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Ghana.
Die Einreise in Hamale läuft problemlos. Zwar stellt die Polizei
viele Fragen, dafür ist sie jedoch ausgesprochen freundlich. Die
Polizei rät uns Geld direkt vor dem Büro schwarz zu tauschen,
teilen uns auch den Wechselkurs 10.400 Cedi für 1 € mit. Innerhalb
weniger Minuten sind wir somit Millionäre und haben Mühe die
vielen Geldscheine unterzubringen. Das Handschuhfach ist kurz vorm platzen.
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23.01.06
- 12180 Kilometer Bushcamp - 40 Kilometer hinter Wa Wir
fahren in Richtung Wa eine sehr gute Asphalt-straße, gesäumt
von Savannenlandschaft und Lehmhäusern. Die Menschen sind freundlich,
zurückhaltend, den Tourismus im Norden von Ghana anscheinend weniger
gewohnt.
24.01.06 - 12530 KilometerAuffallend sind die englischsprachigen, hand-gemalten Werbeschilder, auf denen sich "Künst-ler" mit naiver Malerei verewigten. Nach Wochen Französisch, in Ghana nun zu unserer Freude die englische Sprache als Amtssprache. Weniger Freude hingegen über das furchtbar süße Brot und die Lokal Kitchen, welche die Engländer während der Kolonialzei hier eingeführt haben. Bushcamp - 30 km vor Kintampo Wir
stehen vor dem Mole Nationalpark, welcher der schönste Nationalpark
in Ghana sein soll, und dürfen nicht hinein. Toubab! Es sind keine
Hunde erlaubt und es ist leider auch keine Unterbring-möglichkeit
vorhanden. Der Wärter schickt uns mit traurigen Augen, wie so viele
vor uns, wieder weg. Andreas: "Nächstes Jahr bei der Tour durch
Südafrika bleibt Toubab bei Mama Kalle!"
Wir fahren weiter auf der schlechten Piste, welche wir zum Nationalpark einschlagen mussten, in Richtung Kintampo. Unterwegs immer wieder nette Begegnungen mit Einheimischen beim Ein-kaufen oder Wäschewaschen am Dorfbrunnen. |
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25.01.06
- 12630 Kilometer - Bushcamp Nähe Techiman Direkt
nach dem Losfahren machen wir Stopp bei den Mighty Kintampo Water-falls.
Es ist angenehm kühl in der Schlucht, welche über Treppen erreichbar
ist. Der Waterfall ist schön, jedoch finden wir für Ghanaverhältnisse
und dem Erlebnis Waterfall den Eintrittspreis überhöht.
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Mighty Kintampo Waterfalls, 6 km vor Kintampo |
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In
Kintampo füllen wir unseren Wassertank an einer Tankstelle mit Stadtwasser.
Nach wenigen Kilometern benötigen wir Wasser und stellen fest, dass
das komplette getankte Wasser braun ist und mit Dreckpartikeln versehen.
Wir suchen einen ruhigen Abzweig und warten bis die 200 Liter Wasser wieder
aus dem Tank laufen um uns nicht die kompletten Filter zu versauen. Während
wir warten kommt ein Pastor des Weges und lädt uns zum Wassertanken
und Erholen in seine Mission. Wir nehmen das Angebot dankend an.
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GPS Mission:
N 7° 38,477 W 1° 52,719 |
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Wir
sind wirklich überrascht. Der Pastor hat uns nicht zuviel versprochen.
Ein wunderschöner Park mit interessanten Gesteinsformationen, eine
schöne Mission und glasklares Wasser aus der Missionshandpumpe. Einige
englische Pastoren sind hier ansässig und wir kommen ins Plaudern.
Kurz sind wir am überlegen ein Gästezimmer zu mieten, ziehen
aber das gewohnte Bushcamp vor.
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Schade,
wir ärgern uns nun, nicht in der Mission geblieben zu sein. Wir haben
zum ersten Mal Probleme mit der Bushcamp-Suche. Die Vegetation lässt
keinen Freiraum für ein Bushcamp zu. Letztlich finden wir einen Platz
bei Anbaufeldern und sind uns gewiss am nächsten Morgen von Einheimischen
umringt zu sein.
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26.01.06
- 12850 Kilometer Bushcamp zwischen Kumasi und Nkawkaw Wie
am Vorabend geahnt, fährt ein Forstarbeiter mit dem Fahrrad am frühen
Morgen an unserem Camp vorbei. Er fährt weiter zum zwei, drei Kilometer
entfernten Dorf und eine Gruppe Dorfbewohner nach der anderen schaut nun
bei uns vorbei. Sie schauen neugierig, versuchen zu kommunizieren, sind
jedoch der englischen Sprache kaum mächtig. Ganz von allein entschließen
sie sich, nur wenige Minuten lang dumm herumzustehen und gehen wieder.
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Unser
Weg führt uns nun über Kumasi zum Kratersee Lake Bosumtwi, dem
größten natürlichen See Ghanas. Die Umgebung des Sees
ist schön, mit hohen Felsen und prächtiger Vegetation. Wir umfahren
den halben See auf halbwegs guter Piste und genießen die Landschaft.
Bis auf die direkte Abfahrt zum See von Kuntanse, scheinen die freundlich
winkenden Menschen kaum Touristen gewöhnt zu sein.
Mit sehr viel Glück finden wir ein Bushcamp auf einer gerodeten Lichtung in den fast subtro-pischen Wäldern Richtung Nkawkaw. Eigenartige Vogelrufe und Affenschreie als Begrüßung. Toubab, sind die Geräusche und Gerüche zu unheimlich, sie verweigert den Spaziergang und verzieht sich in ihre Kiste im Auto. |
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27. &
28.1.06 - 13130 Kilometer Camping - Wendy´s Place Kokrobite - Nähe Accra GPS: : N 5° 29,732 - W 0° 21,941 Wendy`s
Place in Kokrobite, direkt am Sand-strand. Ein sehr schöner, wenn
auch von den sanitären Einrichtungen sehr einfacher, Camping-platz
mit Bungalows der Engländerin Wendy. Die beste Informationsquelle
in Ghana für Overlander. Wir sind hier um eventuell Leute zu treffen,
welche in ähnliche Richtung wollen wir und um die aktue-lle Situation
in Nigeria, Kamerun und folgend zu erfragen. Und natürlich relaxen,
was sich jedoch zum Wochenende bei Wendy für uns nicht so einfach
gestaltet. Wendy organisiert Lifemusik und Unterhaltung, was in Partys
bis 2, 3 Uhr endet - ein Anziehungspunkt auch für viele Ein-heimische.
Wir lernen Gerd und Verena aus München kennen. Sie treten ihre letzten Kilometer in Afrika an, um ihren Toyota auf einem Campingplatz in Togo zu parken. Wir bitten sie auf diesem Campingplatz nach Overlandern zu fragen und so bekommen wir am Abend einen Anruf. " Moin, Moin. Hier Hans von Engelbrechten. Ich will nach Namibia. Kommt nach Togo, zu Chez Alice". |
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29.01.06
- 13310 Kilometer Camping - Aylos Bay Campement Atimpoku Nähe Akosombo "Wir
sind in zwei Tagen da, fahren noch ein Stück in die Berge, wart auf
uns!" war unsere Antwort an Hans und sind jetzt auf dem Weg zum Stausee
Akosombo. Durch unsere späte Abfahrt von Kokrobite heißt es
jedoch bald einen Schlafplatz zu finden.
Im Campement
Aylos Bay werden wir sehr freundlich empfangen. Der Besitzer, ein alter,
ehemals Matrose aus Nigeria, lässt uns gern unser Zelt in der Gartenanlage
aufschlagen. Wir genießen die Ruhe und Schönheit dieses Ortes
und lassen uns beim schwimmen in der Volta von den Krebsen in die Füße
zwicken.
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GPS Aylos
Bay: N 6° 14,600 E 0° 05,507 |
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30.01.06
- 13490 Kilometer GPS: N 7° 06,939 - E 0° 35,319 Waterfall Lodge - Wli (www.ghanacamping.com) Jetzt
geht es auf zum Stausee und dann weiter nach Wli. Anstatt einen der größten
Stauseen zu bewundern, muss sich Andreas um korrodierte elektrische Teile
der Zentralverrieglung kümmern, da sich das Auto permanent von allein
öffnet und schließt.
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Blick auf den Stausee von Akasombo und die Volta |
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Waterfall
Lodge Wli. Bernhard und Sabine, Deutsche, haben sich hier ein kleines
Paradies geschaffen. Wir verschieben unseren Spaziergang zum Wasserfall
auf den nächsten Morgen und genießen bei kühlem Bier und
Gesprächen den Ausblick auf die Bergregion. Nach einem fantasti-schem
Abendessen (Danke Sabine!) beschließen wir ins Bett zu gehen und
unser Zelt zu öffnen.
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Unser
Vorhaben endet jedoch mit einem lauten Knall und das Zelt lässt sich
nicht mehr hochkurbeln. Es ist dunkel, wir können das Problem nicht
orten und nehmen ein Zimmer.
31.01.06 Grenzübergang Togo Andreas
stellt wütend fest, dass ein spezielles Aluminium-Gussteil, mit dem
Wert von ca. 1 Euro gebrochen war, welches wir nun wohl oder übel
über Maggiolina Italien per DHL bestellen müssen. So wird sich
nun auf einen Schlag unsere Art des Reisens ändern. Entweder sind
wir nun die nächsten Tage auf Hotels oder Pensionen angewiesen oder
wir liefern uns mit dem Reservezelt den Schlangen, Spinnen und sonstigem
Getier der tropischen Wälder aus. Wir bevorzugen die erste Variante.
4 Stunden
gehen mit dem Fußmarsch zum Wasserfall ins Land, hin und rück
jeweils 1,5 h. Tausende von Fledermäusen säumen den Gebirgsabschnitt
um den Wasserfall und die umliegenden Bäume.
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Wasserfall Wli und gestürtzte Fledermaus |
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Laut
der Information von Wendy`s Place an jedem Grenzübergang ein Visum
zu bekommen fahren wir zum nächstliegenden Grenze nach Togo. Eklebi,
ein hübscher kleiner Grenzübergang umgeben von schöner
Berglandschaft. Alle Ausreiseformalitäten in Ghana erledigt, jetzt
Togo. Aber Togo sagt "Nein", "Hier ohne Visum keine Einreise,
nur in Aflao." Die Zollbeamten Ghana geben uns ein Briefchen mit
einer Kurzerklärung für Aflao, um nicht erneut das Carnet mit
einem Stempel belasten zu müssen. Wir ärgern uns über die
Fehlinformation und ihre Folgen. Den ganzen Weg zur Küste zurück
und den Gebirgsabschnitt Togo versäumt.
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