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Farafenni - Gambia 31.12.2005 - 8430 Kilometer ab San Felice de Circeo / Italien |
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Der
senegalische Zoll entließ uns ohne Probleme aus dem Land. In Gambia
lässt uns nun der Zoll auf das "Scannen" des Jeeps warten.
Andreas wird langsam unruhig, weil dies eigentlich nur mit korrupter Abzocke
zu tun hat, nach dem Motto: Zahl Deinen Wegezoll und Du darfst unbehelligt
weiterreisen. Der Zoll wartet nun also darauf, dass wir ihnen Geld oder
Geschenke für die Gegen-leistung Weiterfahrt geben. Die Zöllner
kommen nach ca. einer halben Stunde. Bei dem folgenden Spiel kann ich
mir das Lachen kaum verkneifen. Andreas unterdrückt seinen Ärger,
setzt ein Lächeln auf und erklärt mit Eifer wie er als armer
Mann ein altes Auto kaufte und unter Mühen monatelang das Auto auf
diese Fahrt vorbereitete. Er erweckt bald die typisch männliche Begeisterung
für Autos bei den Zöllnern. Wie staunende Kinder lassen sie
sich erklären wie wir unser Wasser aufbereiten, mit unserer Kleinküche
kochen, das Zelt zum schlafen hochkurbeln, sogar warm duschen. Er zeigt
all möglichen Kleinkram und mit der Waschpaste aus der Sprühdose
für extra ölige und dreckige Hände hat er nun endgültig
gewonnen. Alle Zöllner wuschen sich kräftig die Hände.
Was guter deutscher Rasierschaum nicht alles vermag. Wir dürfen unbehelligt
weiterfahren.
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1. Foto Straße von Grenze zur Fähre 2. Foto zweite Fähre Farafenni (kaputt) |
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Unser
Weg führt uns auf einer völlig ruinierten Straße zur Fähre
über den Gambia-River. Die Teerstraße hat so viele und tiefe
Löcher, dass wir auf dem sandigen Streifen am Rand fahren. Teilweise
schleichen wir mit nicht mehr wie 10 km/h. Nach wenigen Kilometern sehen
wir auch schon das Schlangenende vor der Fähre. Etliche Autos stehen
vor uns. Wir fahren einfach in der Mitte durch, bis zur Polizeistation,
Andreas stellt sich als Kollege vor. Wir müssen nochmals ein paar
Kilometer zurückfahren, das Ticket für die Fähre besorgen.
Wieder bei der Polizeistation vorbei, aber es bewegt sich nicht weiter.
Wir erfahren von anderen Passanten, dass sie schon seit 8 Stunden warten.
Wir hoffen also den Gambia-River noch bei Tageslicht überqueren zu
können. Die Chancen: schlecht.
31.12.05 - 8490 KilometerNähe Kwinella am Gambia River - Tendaba Camp Nach
insgesamt 3 Stunden Wartezeit haben wir den Gambia-River überquert.
Dies kam jedoch nur unseren Geschenken und guten Worten zu Gute. Wir bekamen
die letzte Fähre, nach uns war Schluss, nächste Flussüberquerung
erst am nächsten Tag. Allerdings war es wie geahnt schon dunkel bei
der Überfahrt. Für die nächsten 45 Kilometer bis zum Tendaba
Camp benötigten wir sage und schreibe 2 Stunden. Ein tiefes Loch
grenzte am nächsten tiefen Loch in der Teerstraße, bzw. was
von dieser übrig blieb.
Das Tendaba Camp, eine hübsche, gut gepflegte Bungalowanlage, nahm uns freundlich auf. Der Stellplatz in der Anlage war kostenfrei, als Gegenleistung wurde Essen und Trinken in der Anlage gewünscht. Kein Gegenspruch, denn keiner von uns hatte nach dem Grenz- und Fährenstress Lust auf Kochen, erst recht nicht zu Silvester. Das neue Jahr begrüßten wir mit Seenotraketen. Der Gambia-River war so minutenlang in rotes Licht gehüllt. |
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Blick auf
den Gambia-River vom Tendaba Camp. GPS: N 13° 26,356' W 15° 48,505' |
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1.1.06
- 8580 Kilometer Bintamg am Gambia-River - Bintamg Bolong Lodge Durch
die chaotischen Straßenverhältnisse waren die 90 km von Kwinella
bis Bintamg eine komplette Tagestour. Einzig bei einem Abstecher nach
Kanilai zur Sindola Safari Lodge war perfekte Straße. Diese Straße
endete direkt vor einem Wochenendhaus des Präsidenten.
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1. Foto Bintamg am River - Geier siehe Foto unten belagern den Fluss. 2. Foto - Bintamg Bolong Lodge |
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![]() Ständige Kinderflut |
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Die
Bintamg Bolong Lodge fanden wir zufällig bei der Suche nach einem
Standplatz für ein Bushcamp. Die Lodge kam uns sehr entgegen, da
es selbst im Busch bei jedem Stopp nur Minuten dauert, bis man scharenweise
von bettelnden Kindern umgeben ist.
Lodge: GPS N 13° 14,936' W 16° 12,656' |
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![]() Militärposten ![]() Strand bei Sekuta ![]() Fahrt nach Sekuta |
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2.
und 3.1.06 - 8700 Kilometer Sekuta Camping - Sekuta Nach
etlichen Kilometern gönnten wir uns den Genuss in einem richtigen
Bett zu schlafen. Hierfür war der schöne und sehr gepflegte
Sekuta Campingplatz mit seinen kleinen Bungalows optimal. Den zweitägigen
Aufenthalt benötigten wir für unser Ghana- und Nigeria-Visum.
Das Ghana Visum erhielten wir noch am ersten Abend, trotz Feiertag in
Gambia. Der Honorarkonsulat erschien auf Anruf innerhalb weniger Minuten.
Botschaft Ghana Di - Do 10-14 Uhr Botschaft Nigeria 24 h Tel. 7711777 ![]() 4.1.06 Grenze Senegal Wir
fahren weiter wieder Richtung Senegal. Die letzten 14 Kilometer zur Grenze
erwartete uns wieder schlimmste Piste.
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1. Foto Kreiskrankenhaus 2. Foto Christliche Kirche Foto unten rechts: Rodung der Wälder für Reisfelder |
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