Thiou - Burkina Faso
19.01.2006 - 11440 Kilometer ab San Felice de Circeo / Italien

Nach den problemlosen Grenzformalitäten in Mali fahren wir 30 Kilometer durch Niemandsland. In Thiou erledigen wir ebenso schnell alle Formalitäten und wenige Kilometer hinter Thiou suchen wir uns ein Bushcamp.







20.01.06 - 11590 Kilometer
Bushcamp Nähe Tougan


Was für komische Geräusche? Ein Blick aus dem Dachfenster. Direkt am Auto frisst ein Geier die gestern von Toubab verschmähten Hühnchen-knochen. Weiter laufen Kühe, Schafe und Ziegen am Auto vorbei, beim Frühstück dann der dazu-gehörige Ziegenhirte. Er bleibt vor uns stehen, bekommt den Mund voll Verwunderung über unser fahrendes Haus nicht mehr zu. Wir geben ihm ein paar Kekse, er läuft weiter, kommt zurück, be-kommt noch ein Brot und er zieht von dannen, weiter der Ziegenwege.

Weiter geht es über die ab der Grenze neu gebau-te Straße, welche Stück für Stück zur Wellblech-piste mutiert. Schrecklich dieses Vibrieren. Wir suchen im Kartenmaterial eine Umgehungsstraße nach Tougan und entschließen über Bangassoko zu fahren. Nach langen Fragen finden wir auch diese Straße und stellen fest, dass es sich eher um einen großen Fahrrad- oder Fußweg handelt.

Nach einigen Kilometern: Wir begegnen Menschen, welche wohl zum ersten male Weiße gesehen haben. Zumindest die Kinder. Diese laufen schutzsuchend zu ihren Eltern, haben Angst. Ein Lächeln und Winken nimmt ihnen die Ängstlichkeit und sie werden neugierig, jedoch bleiben sie immer auf Distanz. Erst nachdem wir schon geraume Zeit in einem Dorf stoppten, mit den Erwachsenen sprachen, kamen die Kinder näher und umringten uns freudig. Kein Betteln, keiner wollte etwas verkaufen. Die Einwohner waren einfach nur freudig über den ersten Besuch "Weißer" im Dorf überrascht.



Angst vorm Weißen Mann

21.01.06 - 11770 Kilometer
Bushcamp Nähe Safané


Weiter geht die Fahrt durch kleine Dörfer und über sandige Pisten. Das Lachen und Winken der Menschen begleitet uns den ganzen Tag und lässt uns die Eintönigkeit dieses Landschaftsab-schnittes vergessen.

22.01.06 - 11915 Kilometer
Bushcamp Nähe Boromo


Ein kühles Bier, direkt am Fluss und ca. 40 Elefanten, welchen diesen überqueren. Wir sind bei der Elefanten-Lodge bei Boromo, welche direkt an einer Badestelle der Elefanten gebaut wurde.
Es herrscht stilles Übereinkommen zwischen Tier und Mensch, gegenseitig Distanz zu wahren, auch wenn diese Distanz oft weniger wie 10 Meter beträgt. Mit aufgerichteten Rüssel demonstriert der Elefant: "Ich will hier durch. Geh weg!". Der Mensch sollte sich dann schleunigst auf die von den Elefanten akzeptierte Beobachtungsterrasse zurückziehen.






Zwei Stunden konnten wir das Spiel der Elefanten beobachten, bis diese sich wieder in die Wälder zurückzogen. Tollpatschig die Elefantenbabys, welche den Großen alles nacheiferten und fürsorglich die Eltern, welche ständig die Augen auf die kleinen Plagen richteten.

Am selben Fluss weniger Kilometer abwärts suchen wir unser Bushcamp. Ich entschließe mich zum ersten mal die Angel auszupacken. Köderfische sind schnell gefangen, ab an die Grundangel, doch kurz nach Einbruch der Dunkelheit, lautes Knurren direkt hinter mir. Mir wird bewusst, ich stehe nicht an der Elbe in Deutschland, sondern in Afrika mittels in der Nacht! Ich weiß nicht was es für ein Tier sein könnte, aber es kommt näher. Voller Panik rufe ich Andreas. Die Zeit bis er von unserem 300 Meter entfernten Bushcamp endlich zur Stelle ist, kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Vielleicht ist das Tier auch durch meine Rufe in Panik, jedenfalls lässt es sich nicht blicken. Die Angelaktion ist jedoch hiermit beendet.

Grenzübergang Ghana
23.01.06 Grenzübergang Ghana

Über Ouessa, wo auch die Zollformalitäten für das Carnet zu erledigen sind, fahren wir zur Ghana-grenze.

Zollabfertigung in Ouessa und Ausreisestempel an der Grenze problemlos.



Seit Wochen nur Hühnchen im moslemischen Lande ...











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